Land Hessen lässt Sport wieder zu

Corona-Virus

Die Bundesregierung hat am vergangen Mittwoch in Absprache mit den Ministerpräsidenten weitreichende Lockerungen im Bereich des Sports, beschlossen. Diese erweiterte das Land Hessen am Donnerstag zusätzlich.

Schrittweise Wiederaufnahme

Da die Gefahrenlage durch das Corona-Virus noch nicht abgewendet ist, kann dies nur mit großer Disziplin und Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten in allen Bereich von Statten gehen. Vorab sei erwähnt, dass die Vereine ihre eigenen Sportstätten ab dem 9. Mai für kontaktlosen Trainingsbetrieb öffnen können, sofern sie die Hygienevorgaben erfüllen.

Das Land Hessen schreibt dazu in einer Pressemitteilung: „Ab dem 9. Mai 2020 kann Sport wieder ausgeübt werden, sofern er u. a. kontaktfrei ausgeübt wird, ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten wird, Hygiene und Desinfektionsmaßnahmen beachtet und keine Dusch- und Waschräume etc. genutzt werden. Ebenso erlaubt wird der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports in Abstimmung mit den Ligen, sofern diesem ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt.“

Indoorspielplätze, Kletter- und Turnhallen, Kegelbahnen einschließlich Bowling und Squash sollen ab dem 9. Mai 2020 unter vergleichbaren Voraussetzungen wieder ihre Tore öffnen bzw. gespielt werden können. Fitnessstudios düften ab dem 15. Mai 2020 wieder öffnen.

Landessportbund zuversichtlich

Der Landessportbund Hessen teilt mit: „Dass die Menschen jetzt, wenn auch eingeschränkt und mit der gebotenen Vorsicht, wieder Sport treiben können, begrüßen wir sehr.“ Der Wiedereinstieg in den Vereinssport selbst werde sich an den Landesverordnungen sowie den sportartspezifischen Konzepten der Sportverbände orientieren. Detaillierte Informationen und Hilfestellungen hierzu stellt der Landessportbund Hessen seinen Vereinen nach der Veröffentlichung der offiziellen Erlasse zur Verfügung.

Der Präsident des Verbandes, Dr. Rolf Müller:„Nach unserer Kenntnis sind nur sehr wenige Mitglieder aus ihrem Sportverein ausgetreten, weil der in der momentanen Situation keinen Sport anbieten konnte. Die Treue zum Verein und die Solidarität sind ein starkes Zeichen für die besondere Gemeinschaft, die der Sport in unserer Gesellschaft bildet. Und sie sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Sport im Verein für viele Menschen ein wichtiges Stück Heimat, Orientierung und soziales Miteinander darstellt.“
Nicht zuletzt seien Hessens Sportvereine gerade in der momentanen Situation auf die Beiträge ihrer Mitglieder angewiesen. „Durch die ausgefallenen Wettkämpfe, Spiele oder Turniere sind den Vereinen wesentliche Teile ihrer Finanzierung weggebrochen. Da zählt jeder Euro und jeder Cent, um die weitere Existenz und die wichtige Arbeit der Sportvereine zu gewährleisten“, so der Präsident weiter.

Öffnung städtischer Sportstätten in Vorbereitung

Die Stadt Kassel lässt verlauten, die Öffnung von Sportstätten für den kontaktlosen Trainingsbetrieb stelle Stadt und Vereine vor große Herausforderungen. Die Öffnung der städtischen Sportstätten werde sie im Laufe der kommenden Woche vorbereiten. Bis dahin halte man diese geschlossen. Das Sportamt weiter: „Insbesondere überrascht hat uns die vom Land festgelegte Öffnung der Sporthallen. Hier bedarf es noch einiger Vorbereitungsmaßnahmen, personell wie auch infrastrukturell.“

Bei Öffnung der Sportstätten müssen die Vereine die auferlegten Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen und einen Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten. Umkleiden, Dusch- und Waschräume bleiben geschlossen. Dies sei insbesondere in der Hallenbenutzung eine große organisatorische Herausforderung, die das Amt noch angehen müsse, so die Erklärung weiter. Weitere Informationen hierzu hat die Behörde für Anfang der Woche angekündigt.