Zur 32. Harzquerung am 30.04.2011

In den letzten Monaten sind wir ja vorwiegend bei Laufveranstaltungen in Westfalen gewesen, jetzt ging es in die andere Richtung, nach Sachsen – Anhalt, in den Harz. Die Gesamtstrecke der Harzquerung beträgt 51 Km, wir sind die erste Teilstrecke, 25 km von Wernigerode nach  Benneckenstein, gelaufen.

Da wir uns bis 8:00 Uhr anmelden mussten, hieß es wieder einmal, am Wochenende sehr früh aufzustehen, Abfahrt war um 5:45 Uhr. 4 Läufer (Norbert, Peter, Markus, Horst), 3 Fotografinnen (Angela, Petra, Maria) und 1 Betreuer (Jörg) machten sich auf den Weg in den Osten. Wie man sieht, war für die Läufer gut gesorgt. Die Anmeldung war in einer alten Turnhalle aus den fünfziger Jahren, mit einem schönen alten Holzboden. Dort hätte man auch in der Nacht vorher übernachten können. Aber wirklich zu empfehlen ist das nicht, denn, wie berichtet wurde, knarrt dieser Holzboden fürchterlich, wenn sich jemand darauf bewegt. Nach der Anmeldung bummelten wir gemütlich zum Start und bestaunten unterwegs die zum Teil prachtvoll restaurierten alten Villen, an denen wir vorbei kamen. Kurz vor dem Start kam dann das Foto Team zum Einsatz und schoss schnell noch ein paar Fotos.

Dann ging es auch schon los. Ein schmaler Wanderweg und daher viel Gedränge. Am Anfang, zum warm werden, erst mal ca. 3 km nur bergauf. Dann bergab. Dann bergauf. Wir waren ja im Harz und da ging es ständig auf und ab. Meistens führte die Stecke über schmale Wanderwege durch die Buchen- und Fichtenwälder, neudeutsch Single Trails genannt. Wir sind über die Staumauer der Zillertalsperre gelaufen, mussten über abgesägte Fichten steigen oder gebückt darunter durchgehen , die quer zum Weg lagen und überquerten kleine Bäche auf kleinen Brücken. Und immer schön auf den Weg achten, denn Wurzeln und Steine verlangten viel Aufmerksamkeit. Aber ich denke, wir haben trotzdem viel von der Ursprünglichkeit und Schönheit des Harzes mitbekommen.

Bei Kilometer 20 trennte sich das Feld der Ultraläufer von uns und wir liefen die restlichen 5 km hauptsächlich auf einem sehr breiten, geschotterten Waldweg nach Benneckenstein. Das war von der Streckenführung her nicht so schön. Aber dann war es geschafft, wir hatten den Harz gequert, jedenfalls einen Teil. Das Foto Team hat dann versucht, uns nach den Strapazen noch möglichst gut aussehen zu lassen. Und es gab belegte Brötchen mit Schmalz und Leberwurst. Der Ausflug in den Harz war zu Ende, ab nach Kassel.