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Handball, 2. Männermannschaft

HSG Lohfelden/Vollmarshausen vs. TG Wehlheiden II 20:21 (11:11)

 

Souveräner Kantersieg gegen den Tabellen 12. oder Satire darf das!

Liebe Freunde der kultivierten Sportberichterstattung: Freuen Sie sich auf den nun folgenden Spielbericht der letzten Auswärtsbegegnung beim Tabellen 12., der HSG Lohfelden/Vollmarshausen II.
Nur selten gelingt es einen unterirdisch anmutenden Spielverlauf in schöne Worte zu verpacken.

Wir werden sehen, sprach der Blinde zum Tauben.

Unabhängig davon, dass es innerhalb Kassels Gemarkungen wohl keine anheimelndere und spieleinladendere Halle zu geben scheint, waren wir wieder einmal in voller Mannschaftstärke angereist. Unbeeindruckt vom Tabellenplatz des Gegners waren wir mental voll auf der Höhe.

Wir nehmen jeden Gegner ernst, meistens jedenfalls und uns sowieso, manchmal!

Zum Spiel: Es ging sehr schleppend los. Manche nennen es ein gegenseitiges Abtasten. Dennoch muss man erwähnen, dass sich das Trainergespann Gedanken gemacht hatte und mit einem Novum startete -eine 5/1 Abwehr -zwei Minuten lang, dann wurde wieder umgestellt. Nach der Umstellung stand unsere Abwehr quasi wie ein Bollwerk und was dennoch durch die Reihen der Abwehr glitt wurde von unserem gut aufgelegtem Keeper Paule souverän „gefangen“. Hört sich gut an, ist auch so.
Nun zum schlechten Teil. Das Angriffsspiel war wie schon im letzten Spiel zu statisch und einfallslos. Vielleicht liegt es daran, dass die TGW sich immer dem jeweiligen Gegner anpasst. Das ist natürlich nur eine Vermutung, die nicht wissenschaftlich gestützt ist. Bis Mitte der ersten Hälfte schaffte man es trotz aller Widrigkeiten sich mit vier Toren abzusetzen (4:8) und dann kam ein zweites Novum zum Tragen. In der Abwehr wurde der Mittelblock verstärkt: Außenstehende bekamen den Eindruck vor einer 3×2 Meter großen Wand zu stehen und Denker & Lenker Wunschi wurde die Möglichkeit gegeben, während der Lohfeldener Angriffe mit dem Trainerteam über japanische Gartengestaltung zu fachsimpeln.
Leider schrumpfte der Vorsprung immer weiter und mündete gegen Ende der ersten Hälfte in einem Strafwurf für die HSG. Man verabschiedete sich mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause.

Der zweite Durchgang konnte nur besser werden. Das tat er auch. Die Gastgeber zogen mit drei Toren davon und ich fange jetzt nicht wieder mit den Wehlheider-10-Minuten an. Die HSG gab den Jungspunden der A-Jugend die Gelegenheit sich auszutoben. Diese flinken Wiesel wirbelten unsere Abwehr ganz schön durcheinander und es brauchte eine viertel Stunde sich darauf einzustellen.  Dann siegte Erfahrung und Abgeklärtheit gegen Jugend und Schnelligkeit. Zum Ende der Partie holte die TGW wieder auf, glich aus und siegte mit einem Tor. Ein großer Spielführer unserer Zeit sagte: „Wenn man alle Spiele mit einem Tor gewinnt, wird man auch Meister“. Ein anderer großer Zeitgenosse sagte einmal „Ein gutes Pferd springt nie höher als es muss“.
Das Phrasenschwein wird am Ende der Saison dick & fett sein und auf der Abschlussfahrt geschlachtet.

Fazit dieses Spiels:
Schlimmer geht immer! Allerdings ist die Wehlheider Stärke sich auch nach grottenschlechten Spielen stark zu reden ungebrochen. So rückte die Leistung während des Spiels in den Hintergrund. Was zählt sind die zwei Punkte, ein Samstagsspiel, welches sich nach Sonntag anfühlt und die Gewissheit, dass es immer noch Foul ist, wenn der Schiedsrichter pfeift.

Am kommenden Wochenende sind die Mannen um das Trainerteam Nöding/Hartmann spielfrei und werden sich mit Eisangeln auf dem Kasseler Bugasee oder als schwarzer Block bei Spiel unserer 1. Mannschaft in Twistetal vom Ligaalltag entspannen.

Am darauffolgenden Wochenende empfangen wir dann die mit „Altinternationalen“ gespickte Mannschafft aus Twistetal. Eine Prognose zu diesem Spiel ist schwer abzugeben, da die Mannen aus dem Twistetal, vor allem bei Auswärtsspielen, erst 30min nach dem Abfahrt wissen, wer zum Anpfiff auflaufen wird.

 

Es spielten: Paul Brettschneider, Christian Wunschinski 6/3, Dirk Beinsen, Alexander Paschenko 1,
Nima Dayyari 2, Fabian Biller 2, Steffen Szameitat 1, Mathias Thonfeld 1, Maik Opitz 1, Basti Kühn 5,
Stephan Hartmann 2, Ilija Afanasyev , Michel Weiland

Trainer: Lars Nöding / Eugen Paschenko

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