Handball, 2. Männermannschaft

TG Wehlheiden II vs. HSG Twistetal III 29:23 (17:13)

 

Guten Freunden gibt man ein Küsschen, oder zwei, oder auch 29

 

Gegen die Gäste aus Twistetal ist es von jeher ein herzliches Aufeinandertreffen und Ouzo, äh Usus, sich, nach der gemeinsamen sportlichen Ertüchtigung des Ligaalltags, am Tresen über heroische Heldentaten aus vergangenen Zeiten auszutauschen. So geschah es auch nach „Altervätersitte“  im Anschluss an diese Partie.

Doch vorweg stand die Arbeit und Schweiß. Gegner nicht unterschätzen, Fehler aus den letzten Spielen nicht wiederholen, Torwart nicht zum Helden schießen, Tempo hoch halten und, und, und. Diesmal kann man sagen, dass sich die Mannschaft an die Vorgaben des Trainerstabes gehalten hat.

Mit einem Satz, eine solide Arbeit abgeliefert hat.

Es wurde angepfiffen und völlig schnörkellos mündete der erste Angriff, über unseren Halblinken mit einem Tor. Wir zeigten den Twistetalern gleich wo der Frosch die Locken hat und wären es keine Twistetaler, so hätte es auch so fröhlich weiter gehen können. Aber da es nun mal liebe Freunde waren, ließen wir sie gewähren. Vorzugsweise von Außen und gerne über die halben Positionen.

Mal lag es an unserem Keeper, mal an der Abwehr und gelegentlich auch an beiden. Resultat war- und das konnten alle hören- dass ein Teil des Coaching Gespanns kurz davorstand die Grenzbelastung von Lärm in geschlossenen Räumen zu überschreiten. Zurück zum Spiel. Es war ein offener Schlagabtausch und es war für die Zuschauer auf den gut gefüllten Rängen eine attraktive, schnelle und faire Partie. Die vielen Strafstöße könnten ein anderes Bild vermitteln, war aber nicht so. Wir dagegen kamen immer wieder zu Toren aus dem Positionsspiel

Gegen Ende der ersten Hälfte schafften es die Mannen der TGW II sich mit 3 Toren leicht abzusetzen. Der Pausenpfiff wurde mit einem Siebener zu Gunsten der TGW eingeleitet und man verschwand mit einem 4-Torevorsprung in die Katakomben.

In der Kabinenansprache wurde erneut davor gewarnt, dass unser Gegner kein Fallobst sei und sein Handwerk durchaus versteht. Sollten wir das zu Beginn der zweiten Hälfe vergessen, könnte es passieren, dass die Twistetaler uns schneller vernaschen, als das wir Popocatepetl rückwärst buchstabieren können (Für Freunde von unnützem Wissen: Vulkan in Mittelmexico).
Mit diesem leichten Kribbeln in der Magengegend begann die Zweite Hälfte. Doch dem geneigten Zuschauer wurde weiterhin eine ansehnliche, sportliche Darbietung geboten. Ok, die Twistetaler kamen noch einmal auf zwei Tore ran (nachdem man mit sechs Toren in Front lag), aber durch taktische Raffinessen, ja fast gleichzusetzen mit juristischen Winkelzügen, gelang es wieder die Mannschaft auf Kurs zu bringen und stellte den alten Abstand von sechs Buden wieder her, welcher sich im Endergebnis von 29:23 wiederspiegelte.

Für die Statistiker unter der Leserschar:

1. Hälfe – 5 Tore durch Siebenmeter
2. Hälfe – 8 Tore durch Siebenmeter
17 Siebener insgesamt (6/11)

Unser erstgemeinter Dank geht an den Unparteiischen Jörg „Bello“ Beller, der insgesamt betrachtet die Begegnung hervorragend geleitet hat und leiten zum Fazit der Spiels über: Insgesamt eine solide Leistung, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Am kommenden Samstag treten die Mannen um das Trainerteam Hartmann/Nöding in Trendelburg gegen den Tabellenletzten der HSG Reinhardswald II an. Trotz der Tabellensituation gilt es auch diesen Gegner nicht zu unterschätzen. In der engen Sporthalle in Trendelburg tun sich auch andere Mannschaften gern mal schwer.
Es spielten: Paul Brettschneider, Eugen Paschenko, Christian Wunschinski 9/4, Dirk Beinsen, Alexander Paschenko, Nima Dayyari 1, Fabian Biller 4/1, Steffen Szameitat  2, Matthias Thonfeld, Maik Opitz, Basti Kühn 8, Sascha Keitel 3, Hannes Bolte 2, Fritz Richter

Trainer: Lars Nöding / Hardy Hartmann