Handball, 2. Männermannschaft

TG Wehlheiden II vs. HSG Hog./Grebenstein III 25:17 (11:8)

 

Gilt Sekt vor´m Spiel als Doping? – Bzw. wie macht man seinem Keeper ein richtiges Geburtstagsgeschenk?

 

Ein Spielbericht aus Sicht eines interessierten Tribünenzuschauers, mit Insiderwissen, ähnlich investigativ wie einst Harry Hirsch.

Unter dem Motto „Dem Paule sei ein Trullala!“ ging es in die anstehende Begegnung gegen die Spielgemeinschaft aus dem Landkreis. Nach der Auswärtsniederlage im Hinspiel könnte man leicht vermuten, dass noch ein gewisser Groll herrscht und man auf Wiedergutmachung aus ist – aber weitgefehlt.

Pünktlich zum Anstoß flog der Hofberichterstatter ein, um der Begegnung beizuwohnen. Alles begann mit einem kräftigen „Happy Birthday“ für Paul und einem Prosit der Gemütlichkeit. Scheinbar hatte die Plörre eine ähnliche Wirkung wie der Trank aus einem alten gallischen Dorf.
Aber wie im richtigen Leben – einer (der Louis van Gaal aus Wehlheiden) hatte wieder was zu meckern. Aufwärmen sah erbärmlich aus. Körperspannung gleich Null, etc. Mit dieser motivierten Brandrede ging es auf die Platte. Auf das obligatorische Kennenlernen der Nebenleute konnte in diesem Spiel verzichtet werden, man kannte sich ja bereits aus Reinhardswald.

Die erste Hälfte begann gleich mit einem Ausrufezeichen. Schnelle 2:0 Führung, gefolgt von grandiosen Paraden unseres Keepers. Diese Textpassage steht förmlich für den Verlauf der ganzen ersten Hälfte. Gut vorgetragene Angriffe, oft über den Kreis mit Zug zum Tor. Schnelle Rückwärtsbewegung und eine solide Abwehr. Die Truppe aus dem Landkreis Kassel tat sich hingegen schwer und biss sich schier die Zähne am gut aufgelegten Torhüter aus und waren kurz davor ihn wund zu schießen. Einziges Manko war unsere miserable Chancenauswertung (wir suchen noch einen Anwalt, der uns bei einer möglichen Anzeige wegen Körperverletzung des gegnerischen Torwarts vertritt), sonst wäre das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen.

Über die Kabinenansprache und ob es ggf. eine zweite Runde Rotkäppchen gab ist leider nicht übermittelt worden, also gleich weiter in die zweite Hälfte der Begegnung.

Mit viel Elan ging die wilde Fahrt weiter und war ein Abziehbild der ersten Hälfte, bis… ja bis
einige übermütige Spieler meinten, sie können „hinten rum“. Was hat uns noch die Vergangenheit gelehrt? Richtig! Hinten rum können wir nicht. Sofort wurde, durch den Trainerstab, dieser wahnwitzigen Spielweise Einhalt geboten. Zum Glück noch rechtzeitig, bevor alles hart Erarbeitete verloren gewesen wäre. Zu erwähnen bleibt noch ein grandioses Spiel unseres Linksaußen mit seinem schön anzusehenden temporeichen Spiel und seiner ausgefeilten Lauftechnik (erinnert oft an einen alten Traktor) und die damit verbundene Wurftechnik (ein schönes Beispiel für die Hand/Auge Koordination) die fast immer zum Torerfolg führte.

Fazit dieses Spiels:
Mir hat der Sekt nicht geschmeckt!

 
Am kommenden Sonntag tritt das Team um Capitano Wunschinski beim Tabellenersten, der TSG Willhelmshöhe an. Im Hinspiel haben wir wohl einer der schlechtesten Saisonleistungen überhaupt gezeigt. Allerdings sind die Vorzeichen vor dem Spiel nicht besser geworden und so heißt es: Den Tabellenführer so lang es geht ärgern.

Es spielten: Paul Brettschneider, Eugen Paschenko, Christian Wunschinski 2, Dirk Beinsen, Alexander Paschenko, Christian Vogel 1, Fabian Biller 7/2, Steffen Szameitat 2, Matthias Thonfeld 1, Sascha Keitel 6, Sönke van der Werf, Artur Foitzik 4, André Krug,  Hannes Bolte 2

Trainer: Lars Nöding / Hardy Hartmann