Handball, 2. Männermannschaft

HSG Hess. Lichtenau/Großalmerode vs. TG Wehlheiden II 22:22 (12:12)

Was nutzt die Theorie, wenn es in der Praxis nicht klappt?

Diese Frage stellen sich sicher viele interessierte Leser/innen unserer kleinen Kolumne. Lassen Sie sich eins sagen – das fragen wir uns auch!

Zum Auswärtsspiel gegen die Spielgemeinschaft der HSG HeLi/Großalmerode, traten die Männer der TGW II in der Sporthalle am Schwimmbad an. Der Hallenboden glänzte in einem freudigen grün und grün ist ja bekanntlich die Farbe der Hoffnung und diese stirbt bekanntlich zuletzt.
Hallo Phrasenschwein!

Zwei klare Ansagen des Trainergespanns:

1. Der Torwart ist oben stark
2. Das Spiel gewinnen wir über die Abwehr

Beide Ansagen wurden vorerst gekonnt überhört. Genauer gesagt bis zur Mitte der ersten Hälfte und zu diesem Zeitpunkt lag man dann schon mit vier Buden im Soll.

In Worten hört sich das in etwa so an: Zwei Spieler der HSG machten immer einen Wechsel und warfen von den halben Positionen über die Köpfe unserer statischen Abwehr ins Tor.
Da half auch eine starke Leistung unseres Keepers Eugen erstmal wenig.
Im Angriff packte die Abwehr der HSG kräftig zu und ein Durchkommen war meist schmerzlich.
Da die TGW II an diesem Sonntag auf keinen echten Shooter aus dem Rückraum zurückgreifen konnte, ging es oft über den Kreis oder die Außenpositionen. Hinzu kam ein leichtsinniges Passspiel bei Tempogegenstößen. So war es der HSG letztlich möglich sich soweit abzusetzen. Es kostete viel Kraft diesen Rückstand durch eine stetig besser werdende Abwehr bis zum Halbzeitpfiff auszugleichen.

In der zweiten Hälfte wurde die Partie stetig ruppiger und körperbetonter. Das zeigte sich allein an den 10 Zeitstrafen (4/6) und etlichen Strafwürfen (5/8). Doch Kampf scheint den Männern der Zweiten zu liegen und außerdem kennt ein Indianer keinen Schmerz. Vom Spielerischen änderte sich bei beiden Mannschaften nichts nennenswertes, außer dass unsere Zuspiele zum Kreis mit einer besseren Chancenauswertung belohnt wurden. Gegen Ende der zweiten Hälfte schafften wir es, uns mit zwei Toren abzusetzen, konnten diesen Minimalvorsprung leider nicht über die Zeit retten und gingen wie schon am letzten Wochenende als moralischer Verlierer mit einem Unentschieden vom Platz.

Das Trainergespann Nöding/Hartmann muss sich für die nächsten Spiele Gedanken machen und eventuell auch mal unkonventionelle Besetzungen auf den verschiedenen Positionen in Erwägung ziehen. Schon der Kaiser wusste ja bereits: „Schaun mer mal…“

Am kommenden Samstag kommt es dann zum Rückspiel gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger. Nach der unglücklichen Niederlage vor einer Woche sind die Mannen um das Trainerteam Nöding/Hartmann auf Wiedergutmachung aus. Um die zwei Punkte im Königstor zu behalten ist aber eine Leistungssteigerung vor allem im Angriff von Nöten. Gegen die erfahrenen Recken aus dem Fuldatal werden überhastete Angriffe und Ballverluste noch häufiger bestraft, als gegen unseren letzten Gegner.

 

Es spielten: Eugen Paschenko, Christian Wunschinski 4, Dirk Beinsen 1 , Sascha Keitel 2, Nima Dayyari
Fabian Biller 3, Steffen Szameitat 2, Hannes Bolte 1, Maik Opitz, Artur Foitzik 3/2,
Sönke van der Werf  5/5, Alexander Paschenko 1, Michel Weiland, Fritz Richter

Trainer: Lars Nöding / Hardy Hartmann