Hoffnung und Frust bei den TGW-Schachmannschaften

Nordhessenliga, TGW I:
Aufstiegsträume vorerst geplatzt

Ernüchtert verließen wir die Kampfstätte. Eschwege zeigte an diesem Tag eine sehr ausgeglichene Leistung und nahm verdientermaßen die beiden Mannschaftpunkte mit auf den winterlichen Heimweg nach Hause.
Unsere Devise vor dem Kampf: Vorne halten, hinten punkten. Dies ging zunächst auf! Frank hatte die Bretter so aufgebaut, dass wir seine neue Wagenburgtaktik ausprobieren konnten: Rücken an Rücken zogen wir in den Kampf: Klemens, Patrick und Lars an den Brettern 1, 2 und 4 remisierten wie geplant. Maurice verlor zwar seine erste Partie gegen einen druckvoll spielenden Gegner, aber Uwe und Frank holten die vollen Punkte. Nach 4 Stunden führten wir 3.5:2.5, Hoffnung auf die alleinige Tabellenführung keimte kurz auf. Jetzt brauchte nur noch Michael an 3 ein Remis und Ulli an 7 „irgendwas“ holen, dann …
Aber Michael musste sein Turmendspiel mit 2 Minusbauern nach hartem Kampf aufgeben – und auch Ulli konnte den Figurenverlust nicht mehr wettmachen. Endergebnis 3.5:4.5, erste Niederlage, der Abstand zu Eschwege beträgt nun 2 Punkte… Schauen wir mal.

Bericht: Frank Huneck

 

Kreisliga Ost, TGW II:
Im Tale grünet Hoffnungsglück

Mit eher verhaltenem Optimismus fuhren wir durch wüstes Schneegestöber zum westenreinen Tabellenführer SC Fuldatal 2. Letzte Saison gab es dort noch ein brutales 1-4 gegen nur vier Spieler. Und nach DWZ-Zahlen stands diesmal vorab auch schon 0-5. Aber wir gingen konzentriert zu Werke, behielten in dem kühlen Gemäuer auch kühlen Kopf. Leider musste Harald in seinem ersten Ligaspiel der Saison an Brett 5 gegen das aufstrebende und spielstarke Jungtalent Samuel Maar nach Materialverlust zeitig die Segel streichen: 0:1. Dann aber konnte Slobo am 4. Brett nach wildem Spiel den Ausgleich herstellen. Gleich zwei Freibauern wandelte er in Damen, diesem Harem war sein junger Gegner Jannik Scheerer nicht gewachsen. Schachmatt und 1:1. Slobos 2. Sieg im 2. Spiel! Das erinnert  an gute alte Zeiten, weiter so Mister 100%! Am 3. Brett einigte sich Peter B. mit Jürgen Schierbaum auf Remis. Aus einer besseren Stellung heraus vermocht Peter kein Kapital zu schlagen, Kombinationsmöglichkeiten hingen in der Luft, aber er fand keine Lösungen am Brett. Nach trögen Tauschgeschäften konnte er am Ende mit dem halben Punkt zufrieden sein: 1,5:1,5. Es folgte Markus an Brett 2, der eine schöne Partie ablieferte. Am Ende konnte er nach wohl eingefädeltem Damentausch mit seinem Mehrspringer 2 weit vorgerückte Bauern seines Gegners souverän stoppen und MF R. Engelhardt gab entnervt auf. 2,5:1,5! Bravo Markus, starke Vorstellung! Dann waren alle Augen auf Brett 1 gerichtet, an dem Peter E. unter arger Zeitnot gegen den starken H.-D. Schmidt alles auf eine Karte setzte und zurecht seinen hoffnungslosen Damenflügel ignorierend 2 Türme und Dame nach vorn warf. Der starke Angriff entriss des Gegners Zeitpolster, aber in der Hektik um den erlösenden 40. Zug griff Peter E. fehl und stellte einen Turm ein. 2,5:2,5 Erschöpft aber dann doch zufrieden mit dem erkämpften Punkt traten wir aus der Höhle des Bären und schlitterten wieder Heimwärts.

Bericht: Peter Barchfeld