Bezirksviererpokal: TGW im Halbfinale gegen den hohen Favoriten chancenlos

von Martin Stuckenschneider.

Für die diesjährige Finalrunde des Bezirkspokals für Vierermannschaften, die am 29. Mai in Wolfhagen ausgetragen wurde, hatte sich die Schachabteilung der TGW neben den Schachfreunden aus Kaufungen, Fuldatal und Bad Emstal / Wolfhagen qualifiziert. Die Wehlheider in der Aufstellung Martin Stuckenschneider, Lars Ratschke, Uwe Pichl und Thomas Fliegner landeten bei der Auslosung einen Volltreffer und trafen gleich im Halbfinale auf den hohen Favoriten, den mit drei jungen ukrainischen Spielern antretenden Gastgeber, der jüngst erst mit großen Erfolgen (Siege in der Hessischen und Deutschen Blitzmannschaftsmeisterschaft) aufwarten konnte.

Info Thomas Fliegner:
An Brett 1 spielte Tiba, Vladyslav (2241) – an 2 FM Oros, Robert (2245), an 3 Vachylya, Andriy (2096) und an 4 Hübenthal, Erhard (1807).

Etwa zeitgleich nach weniger als drei Stunden bekamen unsere Spitzenbretter bei einem ELO-Minus von 300 – 400 Punkten ihre Grenzen aufgezeigt. Uwe hielt zwar mit den weißen Steinen in einem Königsinder einem gewaltigen Königsangriff stand, indem er den Abtausch aller Figuren herbeiführte. Bei verbleibenden fünf Bauern auf jeder Seite war jedoch schnell klar, dass der gegnerische entfernte Freibauer auf der h-Linie – alle übrigen Bauern befanden sich auf dem Damenflügel – der alles entscheidende Protagonist sein würde.

Lars kam mit seinem Bird-System während der gesamten Partie nicht zur Entwicklung seines Damenflügels und spielte quasi gegen eine Figurenübermacht des Gegners, der auch noch gezielt die erspähten Felderschwächen in Lars Stellung massierte.

Ich ließ mich frühzeitig zu einem spekulativen Figurenopfer zum Ausgang der Eröffnung (ein Najdorf-Sizilianer mit Schwarz) hinreißen, das mit korrekten Zügen meines Gegners mühelos widerlegt wurde.

Ein Achtungserfolg gelang Thomas, der ein sauberes Caro-Kann vortrug und eine Punkteteilung gegen Erhard Hübenthal erreichte.
Info Thomas: Nachdem es so schlecht für uns stand, bot ich Erhard Hübenthal remis an – immerehin hat er 1807 DWZ-Punkte. Er überlegte über eine dreiviertel Stunde lang, sah, wie seine Mannschaft 3-0 in Führung ging, nahm aber das Remisgebot nicht an. Allerdings  bot er zwei Züge später dann selbst remis an – und ich nahm an. 

Endstand: TGW – Bad Emstal/Wolfhagen 0, 5 : 3,5.

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