Dabei sein ist alles – nur nicht passen Oder: einmal im Jahr ist alles ganz anders

16 – 18 – 26 … das ist keine neue Reizfolge beim Skat, vielmehr sind es die Teilnehmerzahlen der bisher insgesamt 3 Pokal-Einladungs-Turniere der TG Wehlheiden-Schachabteilung, die alljährlich im Oktober/November stattfinden.

Vorausschauend war für diesmal als Veranstaltungsort anstelle der KITA Wehlheiden das dortige Bürgerhaus ausersehen worden, wenngleich sich an dem überschaubaren Charakter der TGW-Veranstaltung entsprechend der in der Größe  ebenfalls überschaubaren Schachabteilung nichts ändern sollte.

Ein fachkundiger Bericht von offizieller Seite wird aller Voraussicht nach in der Dezember-Ausgabe der Rochade-Europa-Schachzeitschrift erscheinen, so dass es hier gestattet sei, das Ganze etwas mehr als Stimmungsbericht anzusehen.

 

Das Geschehen

Dazu aufgefordert berichte ich also wie folgt: 26 Spielerinnen und Spieler, davon die Hälfte Gäste aus nah und fern, darunter eine spielstarke Dame, Irina Donchenko, und der Internationale Meister (IM) Alexander Donchenko, beide vom SK 1858 Gießen; die andere Hälfte TGW-Mitglieder vom Greenhorn (liebevolle Bezeichnung von Frank H.) bis zum Spitzenspieler – war alles vertreten.

Jüngster Gast: (kam gleich im ersten Spiel gegen den IM): die erst 12-jährige Theresia Bürmann vom Kasseler SK; jüngster Lokal-Matador (TGW): Maurice Schirra.

Diese bunte Mischung macht ein Pokal-Schach-Turnier für alle Beteiligten interessant und bei aller Anstrengung eines jeden Einzelnen auch unterhaltsam.  Die anfangs sehr durcheinander gewürfelten Turnierwertungszahlen (TWZ – eine ähnliche Leistungsbewertung wie ein Handicap beim Golf) verflachten sich allerdings gegen Ende des Turniers zusehends.

TGW-Turnierleiter und Veranstaltungs-Motor Frank Huneck wollte uns zur Begrüßung mit dem Hinweis wach werden lassen, dass es in einem Schach-Pokal-Turnier (wie bei anderen Sportarten auch) schon beginnend mit der Auslosung höchst ungerecht zuginge. Aber damit konnte er uns nun nicht erschrecken, unsere honorigen Gäste natürlich auch nicht; wir kannten das alle schon.

Gemeint ist damit, dass – im Gegensatz  zu offiziellen Meisterschaften – die stärksten Spieler nicht gesetzt werden, sondern möglicherweise auch gleich gegeneinander antreten müssen, so dass manch einem – der vielleicht meint, er hätte es verdient – der Weg aufs Treppchen rasch versperrt bleibt.

Um die Sache noch komplizierter, wenngleich für die Teilnehmer angenehmer und spielintensiver zu machen, gab es also eine K.o-Runde mit daran angehängten Rundenspielen nach „Schweizer System“. Sollte jemand eine anspruchsvolle Mathematik-Aufgabe suchen, so rechne er bitte schön mal diese Paarungen – während des Turniers – ohne Laptop, nur mit Bleistift und Papier, aus … (ist schon mit Gerät nicht ganz einfach).

Ergebnisse

In der K.O.-Runde kamen Irina Donchenko, IM Alexander Donchenko (beide SK Gießen), Daniel Izso (Sfr. Korbach) und Tim Höpfner (Kasseler SK) unter die letzten Vier. Das Finale erreichten A. Donchenko und Daniel Izso mit Siegen über Tim  Höpfner und Irina Donchenko.

Turniersieger wurde schließlich Alexander Donchenko knapp vor Daniel Izso, nachdem im Finale die Schnellpartie remis endete und die daraufhin anschließende Blitzpartie die Entscheidung für Alexander brachte.

Wo sind unsere Vor-Kämpfer?

Tja, das ist diese „Ungerechtigkeit“, von der Frank eingangs sprach. Der erste spielstarke TGW-ler – Patrick Francis – landete auf Platz 10, es folgten Michael Mertens, Maurice Schirra, Uwe Pichl und Lars Ratschke. Dass es dann noch „ungerechter“ weiterging, mag man in der Gesamttabelle nachlesen.

In diesem Bericht kommen sie an den Schluss, im Spielsaal wurden sie aber sogleich mit als Erste umringt: die beiden vortrefflichen „Service-Kräfte“  Renate Stumpf-Huneck und Martin Eurich. Herzlichen Dank Euch. Und auch an dieser Stelle sei´s vermerkt: der Kuchen war so schnell weg (und demnach so gut), ich glaube das konnte zeitmäßig mit einer Blitz-Partie konkurrieren.

Dank auch für die angenehme Schiedsrichterleitung von Thomas Körber mit Auswerter Erhard Hübenthal.

D.K.

 

Das Cateringteam Martin und Renate versorgen gerade Eva Eurich mit Nahrung.

Ohne Erhard Hübenthal am PC lief gar nichts.

 

Turnierbetrieb

Sohn Donchenko gegen Mutter

Sieger unter sich. In der Mitte der Gesamtsieger Alexander Donchenko vom SK Gießen.