Erste verteidigt den zweiten Tabellenplatz

Sonntag, 11. März 2018
Schach, Landkesklasse Nord: SAbt. TGW – Langenbieber 5,5:2,5

Der Rhöner an sich ist wetterfest, zäh und hat sich hervorragend an ein rauhes Mittelgebirgsklima angepasst. Doch diese Qualitäten haben den Gästen aus Langenbieber am vergangenen Spieltag der Landesklasse Nord in Kassel nichts genutzt.

Sofort nach Spielbeginn stand es 1:0 für die TGW – Brett 1 blieb bei den Gästen unbesetzt, Hannes Meyner, unser Spitzenspieler, konnte sich anderen Dingen widmen.

Bretter 8-6: Rechts von vorn Joachim Müller, dahinter verdeckt Lars Ratschke, dahinter Martin Stuckenschneider. Links Paul und Alfred Weber.

 

Das 2:0 fiel zu einem frühen Zeitpunkt (16:10 Uhr): Markus Schlachowitsch hatte sich eine traumhafte Position mit aktiven Läufern, einem Riesenzentrum (e5, d5) und einem Freibauern auf b7 erspielt. Nach nur 32 Zügen gab SF Knacker auf. Um kurz vor 17 Uhr dann ein Remis von Frank Borchardt, der in einem Bauernendspiel trotz verbissener Suche nicht durchbrechen konnte. Um 17:40 Uhr erhöhte Martin Stuckenschneider auf 3,5:0,5 – er verwertete seinen Druck auf der C-Linie mit einem systematischen Bauernessen. Ich glaube, der Gegner, SF Alfred Weber (einer von vier Webers, die alle miteinander verwandt sind: Alfred und Josef sind Brüder, Paul ist deren Großcousin und Simon über drei Ecken mit den anderen verwandt), hatte 3-4 Bauern weniger und gab dann auch auf.

Wie so oft in den letzten Spielen deutete sich schnell ein Kantersieg an. Wie so oft musste noch gezittert werden. Denn: Patrick, Niko und Joachim hatten allesamt mindestens 1 Bauern weniger und Lars mal wieder alle Brücken hinter sich abgerissen: Seiner Dame und 2 Bauern standen Turm und 2 Läufer beim Gegner gegenüber, alles schien möglich. Es sah eher nach einem Verlust aus. Aber der Gegner, Paul Weber, fand einmal nicht die richtige Fortsetzung; so konnte Lars mit einer kombinierten Drohung (Figurengewinn oder Matt) die Partie drehen. Also doch ein Sieg: 4,5:0,5 der Zwischenstand um 17:47 Uhr.

In der Folge konnten Patrick gegen Simon Weber und Joachim („etwas“ glücklich) gegen Josef Weber noch Remis halten. Niko musste sich, anstatt auf dem Damenflügel angreifen zu können, eines Königsangriffs des Gegners  erwehren; mit 2 Minusbauern in einem Endspiel mit ungleichen Läufern hieß es für ihn aufgeben.
Endstand somit 5,5:2,5. Ende des Kampfes so gegen 18:30 Uhr…

Bericht: Frank Huneck.

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