Schach: Erste ließ in Lauterbach nichts anbrennen

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Bretter 4-1. Links SVG, rechts TGW.

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Bretter 8-5. links TGW, rechts SVG.

Landesklasse Nord: SVG Lauterbach – SAbt TGW 1

„Zufällig“ anwesend konnte ich den spannenden Wettkampf als Schiedsrichter in aller Ruhe mit verfolgen. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an, wobei mit Klemens von Kiedrowski eine Art Edeljoker die Mannschaft der TGW eher verstärkte und auch mit Peter Barchfeld ein spielstarker Mann zum Einsatz an Brett 8 gewonnen wurde.

Der Aderlass bei Lauterbach, die tief im Abstiegssumpf stecken, war deutlich schmerzlicher. Aber die Vogelsberger kämpften aufopferungsvoll. In Führung gingen jedoch die Wehlheider: An Brett 2 managte Markus Schlachowitsch gegen SF Kurzawa mal wieder einen Mattangriff aufs Brett, der mit einer doppelten, unparierbaren Mattdrohung im 24. Zug zu seinen Gunsten endete. Es folgte Peter Barchfeld, der sich mit seinem Gegner Armin Hardt (DWZ 1749!) nach Damentausch auf ein kleinmeisterliches Remis  einigte.

An Brett 1 konnte der Lauterbacher Martin Krauß dem fulminanten, mit einem Bauervorstoß in der Mitte des Brettes eingeleiteten Königsangriff, nicht standhalten und musste ebenfalls schnell die Segel streichen. Zwischenstand 2.5:0.5 für die TGW-Kämpen. Alles schien nach Plan zu laufen. Aber mit der Niederlage von Martin Stuckenschneider gegen Gennady Mil geriet etwas Sand ins Hochleistungsgetriebe der Gäste. In einem komplizierten Spiel mit einer Minderqualität übersah Martin „etwas“ und gab mit einem Turm weniger die Partie auf. Klemens, der genau wie Karpov seine Stellung minutiös Zug für Zug verbesserte und einen etwas ungestümen Vorstoß seines Gegners (h5), Gert Henkel, konsequent bestrafte, stellte den alten Abstand wieder her.

Niko Luke hatte mit SF Jürgen Struth wenig Mühe. Dieser konnte einen weit vorgerückten Bauern auf der e-Linie nicht halten, das Endspiel mit jeweils 1 Läufer und 2 Springern war theoretisch gewonnen, hinzu kam ein taktischer Fehler des Lauterbachers am Ende der ersten Zeitphase: 4.5 : 1.5  –  der Auswärtssieg war in trockenen Tüchern.

Heidi Kuschel (SVG) ließ sich davon jedoch in keiner Weise beeindrucken und setzte ihren Gegner, Patrick Francis, trotz ca. 300 DWZ-Punkten weniger, einfach mal fast Matt.

In der letzten Partie konnte Frank Borchardt den Lauterbacher Daniel Allig trotz Mehrbauerns im Endspiel, und anschließend 3 Bauern gegen 1 Springer, nicht besiegen.

Endstand 5:3 für die Wehlheider, die damit ihren 2. Tabellenplatz in der Landesklasse Nord untermauerten.

Bericht: Frank Huneck

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