Schach TGW III – eine Momentaufnahme

Kreisliga-Ost, 2. Runde, Sonntag, 13.10.13, TG Wehlheiden 3 – SC Münden 2:  5 : 0

Die 3. Mannschaft der TG Wehlheiden hat ihr 2. Spiel in der Kreisligasaison 2013/2014 absolviert und erneut (wie das 1. Spiel) mit 5:0 Punkten gewonnen. So weit – so gut.

In dieser Einsteiger-Klasse gibt es oft große Unterschiede bezüglich der Teilnehmer. Junge Anfänger und schnell ersichtliche Talente wechseln sich ab mit erfahrenen Hobbyspielern und auch echt starken Spielern, die gewissermaßen  für diese Runde fast „überqualifiziert“ sind – wie auch sonst manchmal so im Leben.

Letzteres kann sein, wenn z.B. die darüber fungierenden Mannschaften schon genug Teilnehmer zur Verfügung haben oder in kleineren Schachabteilungen überhaupt nur eine Mannschaft spielt. Dann gibt es in diesen  Mannschaften noch regelmäßig die „großen Unbekannten“, erwachsene, offensichtlich recht kundige Spieler – oft osteuropäischer Herkunft -, die noch nicht lange einem Verein angehören und entsprechend schwer einzuschätzen (und spielerisch zu behandeln) sind.

Also, bislang hatten wir Glück und offensichtlich mehr schwache Gegner, aber, wie immer es auch gefällt, es wird noch anders kommen.

Lassen wir einmal unsere Teilnehmer der Runde 2 ihre Eindrücke kurz berichten:

Brett 5: Unsere „Neuerwerbung“ Manfred Rehbaum
beklagte wiederholt in liebenswürdiger Weise, dass er seinem 11-jährigen Gegenüber keine Chance lassen durfte. Natürlich „musste“ Manfred gewinnen, denn jeder einzelne Brettpunkt kann am Ende ausschlaggebend sein, ob Aufstieg oder nicht. Immerhin hatte Manni bereits erfolgreich in der Landesklasse Nord ausgeholfen.

Brett 4: Routinier Markus Meyl sagt:
„Nachdem meine (sehr junge) Gegnerin ihre beiden Springer kurz hintereinander eingestellt hatte, brachte  ich meine beiden Türme auf die 7. Reihe. Anschließend setzte ich sie im 25. Zug matt.“ Dazu bemerkte Zuschauer Martin Stuckenschneider in feinsinniger Weise, wie nah auch bei einem derart scheinbar geradlinig verlaufenden Spiel Sieg und Niederlage beieinander liegen können.  Markus´ Gegnerin,  hatte (ob gewollt oder rein zufällig sei einmal dahingestellt) eine böswillig verlockende Falle aufgestellt,  um Markus einen Bauern mit weiterer Bedrohung eines Turmes anzubieten. Bei Annahme – hat er  nicht –  wäre Markus einzügig matt gewesen.

Brett 3: Siegfried Appel:
„Was soll ich berichten?  Mein Gegner war nicht erschienen.“ Anmerkung: also  kampflos 1 Punkt für uns, durch Siegfrieds Gegenwart.

Brett Nr. 1: Michael Maus:
berichtet uns über eine solide, behutsame Spielanlage, dessen Aussage wie ein Lehrbrief  für Anfänger und auch durchaus Fortgeschrittene zu lesen ist (zur Beherzigung für manchen von uns sehr zu empfehlen): „Mein Gegner und ich haben uns auf eine französische Eröffnung geeinigt. Schon in der Eröffnungsphase habe ich (durch einen Fehler meines Gegners) einen Bauern erobert. Der stand dann als gedeckter Freibauer im Spiel.  Mein Gegner stand aber stabil im Spiel und ich richtete mich auf eine längere Partie ein. Im Spiel war ich derjenige, der die Aktivitäten bestimmt hatte. Mein Gegenüber hat oft nur reagiert. Im Laufe des Spiels habe ich Ideen entwickelt, mit denen ich einen leichten Druck aufbauen konnte! Raumvorteil hatte ich auch. Über diesen Druck machte mein Gegner einen groben Fehler und stellte eine Figur ein. In dieser Situation stand ich sofort ganz klar auf Gewinn und habe es dann auch umgesetzt.“

Brett 2: Verbleibt noch die Partie des Berichterstatters:
Der bekam als Visavis den berühmten „Mann aus dem Osten“ – freundlich, sorgfältig prüfend, druckvoll. Ich hatte nach 3 Stunden Spielzeit das Glück, dass er in meine Falle lief.

5:0,  uff!

Bericht: Dieter Kaierle.