Wahnsinn.

Die erste Schachmannschaft hat gezeigt, dass sie sich in der Landesklasse festsetzen kann. Im Sonntags-Heimspiel am 3.11. gegen die Mannschaft von SV Alsfeld 1 siegte sie mit 6:2 – keiner der Männer verlor sein Spiel.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Nach 3 Stunden Spielzeit stand es bereits 3:1 für das TGW-Flaggschiff.  Markus „Schlacho“ Schlachowitsch (Brett 4) opferte mal eben einen Springer gegen 2 Bauern – wegen der unkoordinierten gegnerischen Figurenaufstellung siegte er mit einem fulminanten Mattangriff. Dann sah es sehr eng und zäh aus, aber Lars zog schnell mit einem Sieg an Brett 5 nach – positionell war seine Endspielstellung zwar schwierig, aber Lars denkt immer nur an Mattnetze… Patrick Francis am Spitzenbrett ließ mit Schwarz nichts anbrennen, setzte aber auch nichts selbst in Brand. Logische Folge: Remis. Auch Remis mit einer Minderqualität erreichte Ulli an Brett 6.

Brett 2: Maurice´s Partie zeichnete sich durch eine Totalverschachtelung der Bauern aus (erinnerte eher an Halma), kein Durchbruch war schadlos möglich, Remis. Uwe an 7 drehte in der Zeitnotphase seines Gegners mächtig auf – Sieg durch Plättchenfall, um 17:50 stand der Mannschaftsieg schon fest!

Klemens an Brett 3 gewann seine Partie mit einem feinen Mattangriff im Endspiel. Auf den Ausgang des letzten Kampfes an Brett 8 zwischen Martin „Stucki“ Stuckenschneider mussten die Kiebitze bis 19 Uhr warten. Nach wechselnden Remisangeboten und -ablehnungen war dann im Turmendspiel mit 2-3 Bauern klar, dass keiner der beiden mehr gewinnen konnte.

Fazit von Mannschaftsführer Ulli: Wahnsinn.

Am Rande gab es einen kleinen Vorfall, der mal wieder verdeutlicht, dass Schachspieler mit den Regeln ihres eigenen Sports nicht immer vertraut sind. Während jeder Kreisliga-Fußballspieler weiß, wieviele Ersatzspieler eingewechselt werden dürfen, was Abseits ist, was ein falscher Einwurf, sind manche Landesklassen-Spieler im Schachsport nicht in der Lage, die Regel, dass man nicht die Spielräume verlassen darf, wenn man selbst am Zug ist, nachzuvollziehen. So SF Weißbeck vom SV Alsfeld, der sich ignorant stellte („Wollen Sie dann vielleicht auch noch mit auf Toilette kommen?“). Dabei ist der Sinn der Regel evident: das Smartphone könnte auf dem WC eingeschaltet, eine Chessengine zur aktuellen Stellung befragt werden.

Bericht: Frank Huneck