Wenn einer eine Reise macht…

Keisliga Ost, 2. Spieltag, 13.10.2013, SC Eschwege 3 – TGW 2:    3,5:1,5

…dann kann er was erleben. Leider jedoch unter Umständen auch, dass bequeme Stellungen sich unversehens in missliche wandeln können. Ohne Slobo und Harald kam Dirk Meller zu seinem ersten Einsatz im Team. Es war davon auszugehen, dass es ein knappes Ergebnis werden könnte und in der Tat waren die Spiele enger, als es das Ergebnis denken lässt. Bis auf das schnelle 0-1 an Brett 3, an dem unser Heißsporn Dieter „TNT“ Granaß in seiner impulsiv jugendlichen Art gegen seinen jedoch auch 200 Punkte stärkeren Gegner vorzeitig die Segel streichen musste, standen alle Bretter, so schien es dem Berichterstatter zumindest, relativ klar auf Gewinn. An Brett 1 stand Peter Eduard gegen Marinoni nach einer heiklen Eröffnungsphase inzwischen klar besser, an Brett 2 konnte Peter B. die fragwürdige Spielweise von Köllmer mit Figurgewinn strafen und stand mehr als bequem, Dieter G. matchte weitere explosive Partien gegen Bartolomai, Eva an 4 stand gegen Dr. Ivan Ilev sehr stabil mit Vorteilen, und auch Dirk Meller am 5. Brett stand gegen seinen jugendlichen Gegenspieler Möckel, der ebenfalls sein erstes Spiel für ESW spielte, in einem Bauernendspiel mit jeweil noch einem Springer auf Gewinn, nachdem er „very tricky“ 2 verbundene Bauern weit nach vorn getrieben hatte. Aber es sollte nicht sein. Plötzlich hatte Eva und Dirk doch noch irgendwie verloren und es stand unaufholbar 0-3. Während Peter Eduard seinen Gegner klar besiegte, vermasselte Peter B. in Zeitnot auch noch seine Stellung und kratzte ein letztendlich noch glückliches Remis aus seinen Trümmern. 1 1/2 – 3 1/2 statt 4-1. So schnell kanns gehen!

Fazit: Kopf hoch, besser Konzentrieren, Zeit besser einteilen.

Peter Eduard, der seine Sache auch am Brett vorzüglich machte, brachte uns wieder sicher zurück aus dem seltsamen Eschwege, in dem es nur Hasen statt Menschen auf den Gehwegen und totgefahrene Mc Donalds auf den Strassen gibt. Und einen katholischen Geistlichen, der uns wegen den Begriffen „Schach“ und „2. Mannschaft“ des protestantismus verdächtigte. Und natürlich eine sympathische 3. Schachmannschaft, die sich als fairer Gewinner zeigte.

Bericht: Peter Barchfeld.