Volleyball-Damen unterliegen Frankfurt

Spielbericht Regionalliga -Damen TG Wehlheiden – für den 4. Spieltag am Samstag, den 11.10.08 in Frankfurt, Spielbeginn 19:30 Uhr

Eintracht Frankfurt – TGW; 3:1, 21:25, 25:22, 25:23, 25:17; 93 Minuten

„ Der letzte Wille hat gefehlt“, so Evis Hofverberg nach dem letzten Punkt gegen die TGW in Frankfurt. In einer von beiden Seiten bestätigten hochklassigen Partie, verloren die Kasseler nicht so deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lassen könnte. Der erste Satz begann zuversichtlich und die TGW spielte stark und sicher. Durch variantenreiche, platzierte Angriffe und sich entwickelnde druckvolle Aufgaben, wurde der Gegner in die Defensive gezwungen. Trotzdem wurde eine 24:16 Führung unnötig zu einem 25:21 Satzgewinn verspielt.

Dies rächte sich gleich im zweiten Satz. Vielleicht durch die vergangenen Siege im Rücken und dem guten ersten Satz, ließ die Qualität des Spiels der TGW nach, einzig die Ballannahme blieb stabil. Gleichzeitig steigerte sich die Eintracht insbesondere in der Abwehr und im Angriff. „Unser Block hatte ab diesem Zeitpunkt vieleicht noch zwei bis drei direkte Punkte im ganze Spiel gemacht; zu wenig um ein Spiel zu gewinnen“, analysiert Trainer Fredy Zech die Lage. Insbesondere die Außenblockpositionen fanden gegen die sowohl taktisch guten als auch harten Angriffe der Südhessen kein Mittel. Die Feldabwehr konnte dieses Manko kaum ausgleichen.

Mit zunehmender Dauer des Spieles verlagerte sich das Zuspiel zu eindeutig auf die Außenpositionen, die sich immer mehr einem starken Doppelblock gegenüber sahen. „ Unsere Schnellangreifer kamen gar nicht mehr zum Zuge und gleichzeitig war der Wirkungsgrad auf den Außenpositionen schlechter als sonst“, so der Trainer. Die TGW hätte vielleicht noch die Chance gehabt, den Spieß umzudrehen, wenn sie im dritten Satz beim Stande von 23:23 den Satz für sich entschieden hätte. Aber eine unkonzentrierte Abwehrleistung beendete diese Chance. Der vierte Satz begann dann ausgeglichen und die TGW führte auch in der Regel bis zu Stande von 13:12. Dann kam letztlich der Einbruch. Kein erster Angriff, fast ausschließlich über außen, kam durch -auch bedingt durch eine hervorragende Abwehr – dafür schlugen die Frankfurter mit unerbittlicher Härte zurück. „Das kratzt sicherlich an der Psyche und der Siegeswillen liegt am Boden“, so Diagonalspielerin Jenny Kotz. Insgesamt, aufgrund des Spielniveaus des Gegners, ein Spiel was man verlieren kann, aber nicht verlieren muss. Gegen Waldgirmes in zwei Wochen muss die TGW sicherlich mindestens zwei Schippen drauf legen um zu alter Stärke zurückzufinden und den neuen Tabellenführer zu besiegen.