Volleyball Regionalliga – 2:3 Niederlage in Wiesbaden

Nach fast zwei Stunden Spielzeit und einem spannenden Spiel, musste sich die TGW der Bundesligareserve des VC Wiesbaden letztlich im Tie-Break geschlagen geben.

Im ersten Satz sah es so aus, als ob die TGW von den athletisch weit überlegenen Südhessen – keine Spielerin auf dem Feld war unter 1,80m – überrollt würden. „ Da dachten wir, wir werden 3:0 aus der Halle geschossen“, so Trainer Fredy Zech. Das lag aber nicht nur an der Überlegenheit des VCW, sondern auch daran, dass sie TGW überall war, nur nicht auf dem Feld! Wenn bei Wiesbaden in der Abwehr mindestens zwei Spielerinnen auf dem Boden die Bälle rauskratzen, zeigte die TGW eher steherische Qualitäten. Kaum Bewegung war im Spiel – von Schnelligkeit keine Spur. „Wie spielt ihr denn? Habt ihr Angst? Wo sind eure nachgewiesenen Qualitäten? Holt eure Stärke endlich aufs Feld!“ so ein unverständlicher Trainer am Spielfeldrand.

 

Dieser Appell wurde dann erst im dritten Satz umgesetzt, nach dem der erste Satz in bitteren 17 Minuten 12:25 verloren wurde. Der zweite Satz dauerte zwar drei Minuten länger, war aber auch nicht viel besser, 15:25 gegen die TGW – wie gesagt: Alle dachten an einen Abschuss! Das Zuspiel stimmte in seiner Passgenauigkeit nicht, das aber notwendig war, um gegen einen übermächtigen Block, den Angreiferinnen der TGW mehr Variationsmöglichkeiten zu lassen. Dies ist natürlich die Folge, des Trainingsrückstandes im Zuspiel und der Abstimmung mit den Angreifern. Trotzdem ging nach diesen beiden deutlichen Sätzen ein Ruck durch die Mannschaft. So wollte man sich dann doch nicht von einem Oberliga-Aufsteiger, wenn auch einem starken, verabschieden.

 

Mit besseren Aufschlägen und guten Angriffen, konnte die TGW die beiden folgenden Sätze gewinnen. Dabei profitierte sie auch von mehreren Eigenfehlern des Gegners. Aber, nach vier Sätzen stand die TGW dem VC Wiesbaden wieder ebenbürtig gegenüber und die Spielerinnen schienen alle auf dem Feld angekommen zu sein. Der Tie-Break musste entscheiden. Nun kam etwas, was das Team gegen Waldgirmes schon erlebt hatte. Nach zwei Spielzügen machte das Team derart viele Eigenfehler, dass die TGW schnell mit 2:8 zurück lag – zuviel gegen solch einen Gegner, um dass Spiel noch zu gewinnen.

Der Rest ist schnell erzählt: Zuspiel und Angriff harmonierten nicht mehr, Angriffsfehler und viel zu harmlose Aufschläge, machten es dem Gegner leicht, dass Spiel zu gewinnen. „Gegen solch einen Gegner können wir nur gewinnen, wenn wir im Vorfeld eine mindestens zweiwöchige konstante Trainingsteilnahme aller Spielerinnen haben und das war ganz klar nicht der Fall“, erklärt Trainer Fredy Zech.