Über den Bilstein zum Hessenturm bei Niedenstein am 15.07.2012

Am Sonntagmorgen um 9:00 Uhr trafen sich 13 Wanderinnen und Wanderer zu einer Tour durch die Langenberge bei Niedenstein. Unser Wanderführer Klaus Löffel begrüßte die Gruppe und übergab jedem Autofahrer eine Anfahrtsskizze zu unserem Ziel. Wir starteten gleich darauf mit nur vier PKW’s über die Autobahn A49 bis zur Abfahrt Edermünde. Wir fuhren durch den Ort Besse, dann weiter auf der Landstraße  L3218 bis zu unserem Ziel, dem Waldparkplatz „Gestecke“. Dieser Parkplatz liegt auf der halben Strecke zwischen den beiden Orten Besse und Metze. Hier kamen wir gegen 9:25 Uhr an. Rolf Jungheim feierte vor einigen Tagen seinen 75. Geburtstag und aus diesem Anlass gab er allen Anwesenden ein kleines Schnäpschen aus. Auch etwas zum Schnucken fehlte nicht. Wir alle ließen Rolf mit einen kurzen Lied hochleben und traten dann gegen 9:35 Uhr leicht beschwingt, unsere Wanderung auf dem X2 (Hessenweg) an. Wir folgten diesem Wanderweg, der uns leicht, aber stetig bergauf führte. Nach einer guten Stunde, so gegen 10:30 Uhr, erreichte die Gruppe das 1. Etappenziel, den 459 m hohen Bilstein. Hier oben steht eine kleine Schutzhütte, die aber nicht genug Platz zum Rasten für 13 Wanderer bot. Klaus machte uns auf eine sehr schöne Sitzgruppe mit Tisch aufmerksam, die sich einige Meter unterhalb der Hütte befand. Hier konnten wir alle zu unserer Frühstückspause Platz nehmen und zusätzlich die grandiose Aussicht in den Chattengau genießen. Zu unseren Füßen und zum Greifen nahe, lag der Ort Edermünde-Besse, gut erkennbar an seinem markanten Kirchturm. Gut gestärkt und ausgeruht setzten wir nach einer halben Stunde Pause unsere Wanderung fort. Vor uns lag ein längerer Abstieg in Richtung Niedenstein. Nach ca. 30 Minuten kamen wir an einem Wanderparkplatz an der L3219 mit dem Namen „Bensberg“ an. Die Gruppe schaute sich die angebrachte Wandertafel mit den 2 Rundwegen an und danach überquerten wir vorsichtig die schlecht einsehbare Landstraße, die von Baunatal-Großenritte nach Niedenstein führt. Drüben angekommen, ging es oberhalb von Ermetheis weiter im Wald auf dem X2 in Richtung Niedensteiner Kopf. Hier fing es ganz leicht an zu regnen, aber die hohen Bäume schützten uns vor den Tropfen, deshalb brauchten wir keine Regenkleidung anzulegen. Nach einigen 100 Metern sahen wir durch die Bäume, unser Tagesziel, den Hessenturm auf dem 475 m hohen Niedensteiner Kopf. Die aufgezogene Fahne war gut zu erkennen und signalisierte uns, dass der Turm geöffnet und somit auch begehbar war. Nach ca. 2 Kilometern kamen wir an einer steilen Waldwiese an, die bei genügend Schnee, im Winter als Skiabfahrt genutzt wird. Dicht an der Wiese, aber schon im Wald, führte uns ein kleiner Wanderpfad steil bergauf. Dieser Pfad traf auf einen etwas breiteren Weg. Diesen folgten wir dann und gelangten über einige steile Treppenstufen, die mit Eisenstangen im Boden gehalten wurden, am Fuße des Hessenturmes, auf das Plateau des Niedensteiner Kopfes. Groß war unsere Überraschung und natürlich auch die Freude, als wir zwei Männer erblickten, die vor der Hütte des Aussichts-Turmes, grobe Bratwurst und Steaks grillten. Hier draußen waren auch Tische und Bänke vorhanden und die ganze Wandergruppe fand einen Platz zum Sitzen. Wir hatten ja Rucksackverpflegung dabei, trotzdem haben fast alle Wanderinnen und Wanderer eine Bratwurst mit Beilagen bestellt. Kurz nachdem wir mit dem Essen angefangen hatten, verdunkelte sich wieder der Himmel, Wind kam auf und es begann heftig zu regnen. Wir nahmen unser Gepäck, die Teller und Gläser auf und setzten uns gemeinsam an einen freien Tisch im Inneren der Wanderhütte. Die Bewirtung der Wanderhütte von Ostern bis Ende Oktober an den Sonn- und Feiertagen übernehmen Vereinsmitglieder des HWGHV Niedenstein. Sie verkaufen hier selbst gebackenen Kuchen, Getränke und manchmal auch Gegrilltes um damit die Vereinskasse aufzubessern. Jedes Wochenende ist eine andere Mitglieder-Familie in der Hütte tätig. Nachdem Essen bestiegen einige von unserer Gruppe die Aussichtsplattform des Turmes. Da es immer noch leicht regnete, war die Aussicht von hier oben nicht besonders und an schöne Fotos war schon gar nicht zu denken. Deshalb verließen wir auch sehr schnell wieder den Turm. Kurz darauf gab Klaus das Zeichen zum Aufbruch, wir mussten ja wieder fast die gleiche Strecke zurück zu unseren Fahrzeugen wandern. Über die steilen Treppenstufen, die nach dem Regen doch sehr rutschig waren, begannen wir vorsichtig mit dem Abstieg. Bei den ersten Häusern von Niedenstein gingen wir dann links einige hundert Meter in den Wald parallel der Landstraße L3219 und überquerten diese in der Höhe des Ortes Ermetheis. Wir wanderten über die Habichtswaldstraße quer durch den Ort und nach überschreiten der Kasseler Straße folgten wir einem Wanderweg. Dieser verlief erst am Waldrand entlang und danach unterhalb des Schweinsberges durch ein Waldgebiet. Nach ca. einer Stunde und 4 Km Wanderstrecke erreichten wir gegen 14:30 Uhr wieder unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz „Gestecke“ und fuhren mit unseren Autos wieder nach Kassel zurück. Unsere Wanderstrecke betrug knapp 12 Km und wir alle waren uns diesmal einig, es war eine sehr schöne und gelungene Wanderung. Trotz der Regenvorhersage des Wetterdienstes, sind wir nicht wirklich nass geworden. Von der ganzen Wandergruppe und auch von mir geht ein herzliches Dankeschön an unseren Wanderführer Klaus Löffel.

Horst Scheidemann

 

 

 

 


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