Wer greift sich Derbysieg?

Kassel. 350 Zuschauer kamen zum Auftaktspiel in der Volleyball-Regionalliga zwischen der TG Wehlheiden und dem TV Jahn Kassel Ende September. Am Samstag beginnt die Rückrunde und die beiden heimischen Frauenteams treffen wieder aufeinander. Gastgeber ist diesmal ab 18 Uhr in der Sporthalle Schillerstraße der TV Jahn.

„Wir haben was gutzumachen bei unseren Fans“, sagt TV Jahn-Mittelblockerin Maya Englisch. Das Hinspiel verloren die Jahnerinnen mit 2:3. „Der TV Jahn hat inzwischen einiges an Erfahrung gesammelt“, sagt Kirsten Zech, Kapitänin der TGW, und fügt hinzu: „Trotz ihrer Verletzungen halte ich sie in einem Derby für einen starken Gegner.“

Einfach nur spielen und das ganze Drumherum vergessen sollen ihre Mitspielerinnen, meint TV Jahn-Kapitänin Ina Schwalm, „wir brauchen einfach den Spielrausch.“

Das Drumherum ist derzeit vor allem durch Verletzungen geprägt. Richtig fit sind nur wenige beim TV Jahn, und besonders der Ausfall von Rebecca Rigbers im Mittelblock trifft das Team. „Sie gibt Halt und Ruhe, aber Silke Lippik hat am Wochenende besonders im Block gut gestanden“, meint Ina Schwalm.

Das Angriffsspiel der TG Wehlheiden baut besonders auf die starke Außenangreiferin Evis Hofverberg. „Evis ist auf einer ganz zentralen Position“, lobt Maya Englisch die Konkurrentin. Ihr Trainer Florian Margraf ergänzt: „Evis kann bis zu 80 Prozent der Punkte machen.“ Die Stärke der Wehlheiderinnen war es zuletzt, alle Angreiferinnen einzusetzen und damit das Spiel variabel zu halten. „Viele Gegner schießen sich auf Evis ein, das ist eher gut für uns“, erklärt TGW-Diagonalangreiferin Jenny Kotz.

Den Gegenpart zu Evis Hofverberg übernimmt beim TV Jahn Alexandra Schwindt. Die Außenangreiferin hat sich gesteigert und ist sicherer geworden. „Sie hat konstant gepunktet, ist aber ein wenig überspielt“, weiß Florian Margraf. Neben Alexandra Schwindt übernimmt entweder Karina von Kentzinsky oder Antje Wottke die zweite Außenangreiferposition. Sabine Schwarzbach ergänzt die Angriffsriege auf der Diagonalposition.

„Wir müssen den Gegner stören und die eigene Annahme stabil haben, dann können wir unseren Angriff aufbauen“, schildert Kirsten Zech die Taktik der TGW. Im Team fehlt am Wochenende nur Anne Mukelka im Mittelblock. Kirsten Zech wird also selber auf dem Feld stehen. (pkl)

Quelle: www.hna.de